Bericht


SG Schramberg 2 startet in die Rückrunde – Derby läutet zweite Saisonhälfte ein
 
Es geht wieder los: Die Elite-Reserve der Schramberger Handballer startet in die Rückrunde zur Kreisklassen-Saison 19/20 im Handball-Bezirk Offenburg-Schwarzwald. Und das Wichtigste gleich mal vorweg: Anwurf der Partie ist am Samstag um 18 Uhr in der Kreissporthalle Sulgen.
 
Wie schon zum Rundenauftakt bestreiten die Mannen von Matthias Schinle und Bernd Metzger ihr erstes Spiel der neuen Halbserie gegen die Wasserfallpiraten aus Lauterberg/Hornbach. Eine Hürde, die der aktuelle Tabellendritte locker meistern sollte. Doch Trainer Matthias Schinle warnt: „Wir sind keine Schnell-, und schon gar keine Frühstarter. Sobald der Motor läuft, wissen wir zwar wie kein Zweiter durch eine hohe Ausdauer zu überzeugen, doch davor ist unsere Handballkost auch eher mal vegan. Und das schmeckt leider nur unserem Jockel.“
 
Soll heißen: Schrambergs Zweite spielt zu meist nach einer längeren Pause immer etwas behäbig und nicht ganz so erfolgreich. Hinten raus wird’s dafür immer besser, was auch dem Punktekonto und dem Tabellenplatz guttut.
 
Umso wichtiger ist ein erfolgreicher Start in die Rückrunde. Denn die hochgesteckten Ziele sollen selbstverständlich noch erreicht werden. Dafür darf man sich aber in den verbleibenden 10 Partien keine Ausrutscher mehr erlauben. Vor allem zuhause will man attraktiven Handball zeigen – und das unabhängig von der blendenden Optik der Schramberger Reserve. Dafür hat Coach Schinle seine Rasselbande bereits 2 Wochen vor Rückrundenauftakt in die Halle gebeten, um die angefallenen Weihnachtskilos abzutrainieren.
 
Speziell um seinen Spielmacher Pascal Möller macht sich der Cheftrainer Sorgen: „Viel zu viel ungesundes Spezi bei viel zu wenig Bewegung haben den Bauch unseres Pascals ganz schön anwachsen lassen. Ich kann zwar vieles, und vor allem viel und gerne reden! Aber ihm diese Kugel wieder abzutrainieren, das wird trotz abgeschlossenem Masterstudiums eine wahre Herkulesaufgabe! Dazu kommt, dass bei 20 Mann oder mehr im Training, der Bewegungsradius während des Warm-Up-Kicks stark eingeschränkt ist. Ich hoffe dennoch, dass Pascal Topfit auf der Platte stehen wird!“
 
Doch nicht nur das Trainerteam ist gespannt, wie sich Pascal schlagen wird, das ganze Team ist fragt sich, ob er das zugegebenermaßen hohe Niveau der Vorrunde halten kann. „Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, meint ein anonymer Edel-Fan der SG.
 
 
Erfreulicherweise kann Trainer Schinle auf einen vollen Kader zurückgreifen – er musste sogar einzelne Spieler aussortieren. Damit bestätigt sich der Trend der ersten Trainingseinheiten mit teilweise 25 Spielern im Training. Das erneute Fehlen von Capitano Tobias „Roland Kaiser“ Schinle ist ein Wehmutstropfen. „Die zarte Schultermuskulatur meines Bruders hält den Belastungen eines Wurfes noch nicht stand, daher wird Tobias gegen Lauterbach noch mal geschont.“ Daneben muss die SG auf den kleinsten Mittelmann der Welt verzichten und auf den TSV Schlangenbühl-Kevin Matthias Gebert.
 
Sein Comeback im blau-weißen Dress feiert dagegen der Lauterbacher Philipp Fehrenbacher. „Als emotionalen Leader“ sieht ihn Dr. Bernd Metzger, und freut sich besonders, dass damit etwas mehr Aggressivität in der Schramberger Deckung Einzug halten wird. Kreisläufer Simon King ist dagegen froh, dass der Spielertyp „Fehrenbacher“ nicht auf der anderen Seite des Feldes steht. Er hat nämlich Sorge um die eigene Gesundheit und verabscheut blaue Flecken. Im Training fordert er regelmäßig das Trainieren ohne Abwehr. Unser Teilzeit-Kevin alias Bofrost alias Matthias kann davon ein Liedchen singen, denkt man an seinen letzten Tempogegenstoß im alten Jahr zurück (#Angst)!
 
 
Ob das alles aber für einen Jahresauftakt-Sieg gegen Lauterbach und Hornberg und Triberg reicht bleibt abzuwarten. Dennoch sind die Uhrenstädter vorsichtig optimistisch, beide Punkte auf dem Sulgen zu halten.