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Schramberg und St. Georgen gehen eigene Wege

Jugendspielgemeinschaft löst sich mit Ablauf der aktuellen Runde 2018/19 auf

Die Handball-Abteilungen des TV St. Georgen und der SG Schramberg beenden mit Ablauf der aktuellen Runde ihre Zusammenarbeit im Jugendbereich und gehen wieder getrennte Wege. Dies geben die Vereine in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Die Jugend-Spielgemeinschaft (JSG), die im Jahr 2013 im weiblichen Bereich erfolgreich startete und 2016 auf den gesamten Jugendbereich ausgeweitet wurde, löst sich somit auf. Beide Vereine wollen in der nächsten Saison wieder mit eigenen Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Zu den Hintergründen kann man sagen, dass letztlich der organisatorische Aufwand – zum Teil für die jeweiligen Leitungsteams – speziell aber auch für Eltern und Spieler zu groß war. Die hohe zusätzlich Belastung, die durch Fahrten ins Training oder zu Spielen an den jeweils anderen Stammorten geleistet werden musste, war schlussendlich doch recht hoch. Dies war auch einer der Hauptgründe, weshalb beide Vereine nie so zusammengewachsen sind, wie man es sich im Vorfeld der Kooperation erhofft hatte. Bestätigt wurde dies durch eine interne repräsentative Umfrage mit über 120 Teilnehmern, welche im vergangenen Jahr durchgeführt wurde und zusammen ausgewertet und analysiert wurde.

Dennoch wird und wurde die JSG aber auch durchaus positiv von Funktionären, Trainern und Spielern  wahrgenommen - und kann trotz der anstehenden Trennung als Erfolg der letzten 6 Jahre bezeichnet werden. In allen Altersklassen konnte leistungsorientierter Handball angeboten werden, was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Der unermüdliche Einsatz der Trainer, die wöchentlich in der Halle mit den Kindern und Jugendlichen trainiert haben, ist an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Sie haben an vorderster Front dafür gesorgt, dass beide Vereine zusammenarbeiten und der mannschaftliche Erfolg im Vordergrund stand. Die Bewertungsnoten innerhalb der oben erwähnten Umfrage fielen entsprechend gut aus.
Der unentwegte Einsatz aller Funktionäre und Trainer hat die Entscheidung verständlicherweise nicht einfach gemacht, sie ist aber mit all ihren Konsequenzen notwendig geworden. Beide Vereine betonen, dass die Entscheidung zur Trennung einvernehmlich war und positiv verlaufen ist.
St. Georgen und Schramberg wollen sich für die Zukunft nun aber neu aufstellen, um mit eigenen Mannschaften in der kommenden Runde an den Start zu gehen. Dass dies ein echter Kraftakt werden wird, ist den Verantwortlichen auf beiden Seiten klar. Denn neben der Tatsache, dass Trainerpositionen nun neu besetzt werden müssen und hierfür in beiden Städten ehrenamtliche Helfer benötigt werden, ist die Spielerdecke in manchen Altersklassen sehr dünn.
Beide Vereine sind hier auf die Mithilfe der Eltern und Spieler angewiesen. Darüber hinaus wollen beide Abteilungen auch in Zukunft zusammenarbeiten, sich regelmäßig austauschen und gegenseitig unterstützen. Ebenfalls ist, wenn notwendig, eine Kooperation in einzelnen Altersklassen denkbar, unter der Bedingung, dass dies von allen Beteiligten mitgetragen wird.
Über diese Entscheidung wurden bereits vergangene Woche die Trainerinnen und Trainer, Spielerinnen und Spieler und Eltern bei einem Informationsabend in Kenntnis gesetzt.


Für Schramberg starten mit der feststehenden Trennung unmittelbar die Vorbereitungen für die Zeit, in der die SG wieder eigenständig auftreten wird. Dies wird für den Verein ein umfangreiches Projekt darstellen und speziell für alle Mitglieder im Leitungsteam zur absoluten Herkulesaufgabe werden. Denn Aufgaben, die bisher aufgeteilt werden konnten, müssen nun wieder komplett eigenständig geschultert werden. Vor allem müssen alle Trainerpositionen vor der Runde besetzt und viele weitere Helfer gefunden werden.

Wichtigste Aufgabe ist es jedoch, die Altersklassen mit einer spielfähigen Mannschaft stellen zu können. Dafür müssen in den verschiedenen Altersstufen neue Spieler gefunden und in die Mannschaften integriert werden.
Daneben ist der Verein aber auch auf die Mitarbeit der Eltern und Spieler angewiesen, denn aktuell können nicht alle Mannschaften gemeldet werden. Hierbei sollte es verständlich sein, dass Spieler in älteren Jahrgängen aushelfen.
Sollte dennoch keine ausreichende Spieleranzahl zusammenkommen, wird man mittels Gastspielrecht oder einer spezifischen Spielgemeinschaft mit St. Georgen allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, altersgerechte Handball-Trainingsgruppen anbieten zu können. Mittelfristiges Ziel ist es aber, aus eigener Kraft wieder am Spielbetrieb teilzunehmen.

Dadurch soll das Bewusstsein für „Handball in Schramberg“ gestärkt werden. Spieler, Fans, Eltern und Sponsoren will man dadurch die Möglichkeit geben, sich mit ihrem Verein - ihrer SG Schramberg- besser zu identifizieren.
Mehrere Aktionen in Kindergärten und Schulen sind dafür bereits geplant, so dass der Schramberger Handball wieder in den Fokus rückt.