Saisonbericht 2. Herren Saison 2018/19

 Die vergangene Saison wurde mit der Meisterschaft in der Kreisklasse A gekrönt. In diesem Sinne, Kreisliga – das Bier gewinnt! Die Kreisligalegenden der SG haben sich mit diesem Titel einen Eintrag in die Geschichtsbücher der großen Kreisstadt Schramberg gesichert. Auf Einladung von Stadtoberhaupt Thomas Herzog zogen die SGS2-Gladiatoren über den eigens für diesen Anlass ausgerollten roten Teppich ins Schramberger Rathaus ein. Musikalisch unterlegt wurde dieser Moment von einer Delegation der Stadtmusik, die den eigens für die Meisterschaft komponierten Song „Kreisligalegenden“ von Summerfield United feat. Kreisligalegenden in einer Instrumentalversion zum Besten gaben. Mit Veggie-Wolle als Caterer konnte der SGS2-Teamkoch gewonnen werden, welcher das Team bereits aus dem Sommer- & Wintertrainingslager sowie den mehrtägigen Auswärtsfahrten zu den Saisonspielen und genau die Vorlieben der Spieler für seine delikaten Quinoabratlinge kennt. Nach Speis und Trank verewigten sich alle Spieler inklusive Trainerteam ins Goldene Buch der Stadt. Der südbadenligaerfahrene, bullige Baggerfreund Pasi, seinerseits Teil der Meißel-Brothers, führte die teils unerfahrene, junge Truppe an. Für den Franck Ribery der 2. Mannschaft mit seiner Meistertitelsammlung nichts Neues (A.d.R. Pascal bekam als einziger seine Quinoabratlinge mit Blattgold überzogen). Zum Abschluss der Feierlichkeiten versammelten sich alle Akteure auf dem Balkon des Rathauses und ließen sich von den zahlreich erschienenen Fans bis in die Morgenstunden feiern. Ein unvergessliches Event für die gesamte Mannschaft.
 
Aber nun zum Verlauf der vergangenen Saison 2018/19. Mit einem Punkteverhältnis von 31:9 (15S/1U/4N) stand man am Ende nur einen Minuspunkt hinter dem verdienten Meister aus Willstätt-Auenheim (32:8, 16S/0U/4N). Die Badener schafften es als einzige Mannschaft die Schramberger Truppe in Heim- & Auswärtsspiel zu schlagen. Beim Heimspiel (29:32) an Spieltag 2 waren die Talstädter einfach noch nicht in der neuen Saison angekommen und beim Rückspiel in Auenheim verlor man verdientermaßen klar und deutlich (27:20). Nach einer etwas turbulenten Vorbereitungsphase fand sich die Reservemannschaft erst eine Woche vor dem 1. Saisonspiel zum ersten alleinigen  Training, ohne die 1. Mannschaft. In dieser kurzen Zeit schafften es die Mannen um das Trainerduo Schinle/Schleicher selbstverständlich nicht, alle wichtigen Spielabläufe, Laufwege, Spielzüge, etc. zu verinnerlichen. Daher verlief der Rundenstart sehr holprig. Mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden gingen die Kreisligalegenden erst am 4. Spieltag das erste Mal als Sieger von der Platte. Der mehr als deutliche Heimsieg gegen die überforderten Gäste aus Kehl ließ neue Hoffnung aufkommen und wurde zur Initialzündung für eine Serie von 7 Siegen bis zur Winterpause. Die Rückrunde begann wie die Hinrunde mit einer Niederlage in Kehl, gefolgt von einem deutlichen Heimsieg gegen die SG Schutterzell/Friesenheim/Schuttern und der bereits angesprochenen Auswärtsniederlage in Willstätt-Auenheim. Die unterschiedlichen Gesichter der Da-Bach-Na-Fahrer-Städter resultierten aus der Vielzahl an Spielern, die sich im Verlauf der Saison in die Spielberichte eintrugen. Wie bereits aus den vergangenen beiden Jahren bekannt, ist der Heimspielbetrieb für viele Spieler deutlich begehrter als die Auswärtsfahrten. Die Statistik spricht dahingehend eine deutliche Sprache, dass die Handballlust für Auswärtsspiele mit steigendem Alter exponentiell abnimmt. Im Speziellen für die Rückrunde hier positiv zu erwähnen wäre „Auswärts-spiele-ich-gerne-mit“-Damian Roming, der in der Hinrunde noch als „Auswärts-geh-ich-aus-Prinzip-nicht mit“-Damian Roming für negative Furore sorgte. Doch wie jeden der Roming-Buben fängt man auch ihn mit Speck, Brotlaibe oder Wolles Quinoabratlingen. Spätestens zur Rückrunde rührten die Vizemeister immer mehr Beton an. Mit 22,1 Gegentoren pro Spiel stellten die Uhrenstädter die mit Abstand beste Abwehrreihe der gesamten Liga (442 Gegentore). Alle anderen Teams kassierten über 500 Gegentore. Dies ist dahingehen erwähnenswert, da der sehr sehr erfahrene Coach das Wort „Abwehr“ zwar buchstabieren kann, darüber hinaus mit diesem Thema aber so gar nichts am Hut hat. An dieser Stelle ein großes Lob an die 6 armen Mitspieler, die immer gemeinsam mit ihm auf der Platte standen und die Lücken tapfer geschlossen haben – ein hoch auf den Teamsport Mit dem zweitbesten Angriff (575 Tore) hinter dem amtierenden Meister (649 Tore) konnte sich auch der Angriff durchaus sehen lassen. Selbst diese gute Quote sollte im letzten Spiel noch vom Coach höchstpersönlich mit seinem flexiblen Abschlusserfolg beeinflusst werden – wie Schreiberling, Farbenfreund und Meißelfetischist Julian Roming im letzten Spielbericht recht treffend zu Papier brachte. Doch keiner hat dem Trainer zu widersprechen und so wird auch zum Saisonauftakt 2019/20 die Nr.13 voller Überzeugung wieder auf dem Feld stehen. Denn die SG Schramberg behandelt ihre Trainer glücklicherweise nicht wie der glorreiche HSV. Freun euch, Männer!
 
Bei all den liebgemeinten Sticheleien und dem ganzen Spaß, den das Handballspielen in der Gemeinschaft mit sich bringt, dürfen wir eines nicht vergessen, dass wir von all dem nur profitieren können, weil andere über ein Ehrenamt das Vereinsdasein Woche für Woche gewährleisten. Wie der Vorbericht von P. Fehrenbacher vom 19.03.2019 zum Derby gegen die HLT2 bereits treffend aufgreift, sollte sich jeder Einzelne auch nach dieser Saison fragen, was er vom Verein alles bekommt und was er im Gegenzug dazu gibt. Wenn jeder einen kleinen Teil zum Ganzen Konstrukt SG Handball beiträgt und nicht schon bei 1x Hallendienst pro Saisonhälfte kurz vor einem Ehrenamts-Burnout steht und dann für das geleistete gar noch lobende Worte erhalten will, dann werden wir uns auch zukünftig keine Sorgen um unseren Verein machen müssen. Die zahlreichen schönen, verbindenden sowie unvergesslichen Momente, die wir auf und neben dem Platz im Verlauf einer Saison miteinander erleben, stellen menschlich für jeden Spieler solch eine Bereicherung dar, dass dies doch niemand missen will. Also liebe Leute, ran ans Werk. Engagiert euch im Team und/oder im Verein, denn jeder findet dafür Zeit, wenn er nur will!