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Schramberg fällt auf Platz 5 zurück

Herber Dämpfer für SG in Meissenheim - Schwache Angriffsleistung besiegelt Niederlage
 
Lediglich 14 Tore - wohlgemerkt zusammengenommen in beiden Halbzeiten - erzielen die Schramberger Handballer beim Auswärtsspiel in Meißenheim. Nicht verwunderlich ist daher die 14:18 Niederlage, die man sich im Ried einfängt. Die Niederlage ist doppelt bitter vor dem Hintergrund, dass die Spitze durch die Niederlage von Tabellenführer Schutterwald enger zusammengerückt ist. Schramberg fällt jedoch auf Platz 5 zurück, wodurch ein immer noch möglicher Aufstieg aber in weite Ferne rückt.
 
In einer mehr als zähen Partie erwischten die Uhrenstädter den besseren Start. Marc Warwas und Tobias Fleig warfen ihre Farben nach 6 Minuten mit 2:0 in Front. Doch bereits in der Anfangsphase deutete sich an, dass sich beide Mannschaften im Angriff schwer taten. En statisches von technischen Fehlern geprägtes Angriffsspiel gab es auf beiden Seiten zu sehen. Nur selten konnten die kompakten Abwehrreihen überwunden werden. Dementsprechend torarm entwickelte sich der Verlauf der ersten Halbzeit.
Die Führung der Schramberger zu Beginn sollte aber nur von kurzer Dauer sein. Denn knapp eine Viertelstunde lang traf die SG nicht mehr ins Gehäuse der Gastgeber und geriet somit mehr und mehr ins Hintertreffen. Bereits in dieser frühen Phase verlor man mit Stefan Aßfalg einen wichtigen Leistungsträger im Rückraum. Nach einem unübersichtlichen Gerangel musste er mit einer roten Karte das Geld verlassen. Ob diese jedoch gerechtfertigt war, sei dahingestellt.
 
Die Uhrenstädter reagierten trotzig und konnten zunächst den 3:7 Rücktritt verkürzen und waren beim 6:8 5 Minuten vor Halbzeit wieder auf Tuchfühlung. Tatsächlich fiel im Anschluss kein weiteres Tor mehr. Denn beide Seiten vergaben hüben wie drüben noch einen 7-Meter, und auch sonst netzten die jeweiligen Angriffsreihen nicht mehr ein. Folglich ging es nach einer sehr torarmen ersten Halbzeit mit 6:8 zum Pausentee.
 
Doch wenn die Zuschauer darauf gehofft haben, dass die Trainer belebende Elemente in den Pausentee gemischt haben, wo wurden diese enttäuscht. Auch wenn SG-Trainer Benjamin Fehrenbach mehr Kreativität und Zielstrebigkeit im Angriff forderte, Schramberg fand auch in den zweiten 30 Minuten nicht die richtigen Räume und rannte sich an der Abwehr der Gastgeber fest.
 
Auf 7:8 durch Marc Warwas und 9:10 durch Angelo Broghammer konnte die SG zwar nochmal verkürzen und war in unmittelbarer Schlagdistanz- insgesamt zeigte sich Meissenheim aber eine Spur abgezockter. Gleichwohl sie sich auch ständig in der Schramberger Abwehr festrannten oder an den SG-Hütern scheiterten. Vor allem Parick Bertsch, mit 8 Toren erfolgreichster Schütze der Partie, bereitete den Uhrenstädter große Probleme und besiegte die SG praktisch im Alleingang.
Auch zwei verworfene 7-Meter taten ihr übriges und sorgten nicht für eine Entlastung. Über 9:14 (45.) und 12:16 (52.) blieb die SG konstant im Hintertreffen. Als nach einem erneuten Tumult Rückraum-Bomber Marc Warwas in der 53. Minute die Partie verlassen musste, war die Messe endgültig gelesen. Mit 14:18 müssen die Schramberger letztlich geschlagen geben.
 
Ein rabenschwarzer Tag im Angriff führte zu einer verdienten Niederlage der Fehrenbach-Sieben. Mit 14 Toren in 60 Minuten gewann man wohl vor 30 Jahren ein Handball-Spiel, in der heutigen Zeit reicht das aber nicht mehr aus. Schramberg verliert so weiter Boden auf den Relegationsplatz. Ob der Niederlage von Schutterwald ist es doppelt bitter nichts Zählbares aus Meißenheim mitnehmen zu können, denn während die Spitze weiter zusammenrückt, lässt die SG bei einem Team aus dem Mittelfeld federn.
 
 
Es spielten:
Tobias Harter, Marlon Krissler,
 
Stefan Assfalg, Dominik Thörmer, Marc Warwas (2), Lennart Kugler (3), Tim Tobias Hirt (1), Tobias Fleig (3), Angelo Broghammer (2), Marco Meyer (1), Jonas Meyer, Marvin Werner (2)