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Schrambergs 2 feiert Vizemeisterschaft

Heimsieg im letzten Spiel der Runde - Co-Coach Schleicher tränenreich verabschiedet
 
„Time to say Goodbye“ - der Allzeitklassiker, gesungen vom genialen Andrea Bocelli mit der bezaubernden Sarah Brightman, prägte das Heimspiel der zweiten Mannschaft gegen Ottenheim 2. Denn neben der abgelaufenen Saison und damit auch dem amtierenden Meistertitel, verabschiedete sich die SG auch von Handall-Opa Andreas Schleicher in seinem letzten Spiel für die Uhrenstädter. Dementsprechend tränenreich war der Samstagnachmittag in der Kreissporthalle.
 
 
Doch zuvor standen noch knallharte und actionreiche 60 Minuten Handball auf dem Plan. Erneut musste man auf die Dauer-Urlauber Tobias Schinle und Philipp Fehrenbacher verzichten. Die Dreharbeiten zur Sendung „Die Camper“ waren eben noch nicht ganz abgeschlossen. Dafür sprang erneut das größte Handball-Talent der Region auf Linksaußen ein, Marcel Krause ein. Kenner der Szene sind sich sicher, dass Krause bald der Durchbruch bei einem ganz großen Club in Europa gelingt, sofern er es schafft, seine Autosammel-Sucht in den Griff zu bekommen.
 
Trotz Auto und Urlaub - die Uhrenstädter aus der Stadt der Uhren dominierten die Anfangsminuten. 3:0 führte man nach wenigen Minuten, wobei Markus Holzer bereits seine ganze Klasse demonstrierte und spektakuläre Paraden zeigten. Silvio Heinevetter, bekanntermaßen Nationaltorhüter der Deutschen, wäre vor Neid erblasst. Voran schritt auch der kleinste Vize-Kapitän der Liga E Rico Schrödter, der mit gefährlichen Schlagwürfen auf Wadenbein-Höhe die Gegner narrte. Bis zum 6:2 führte die SG dieses lockere Spielchen fort, so dass die Weichen bereits früh auf einen klaren Heimsieg gestellt wurden. Dachten zumindest die Zuschauer. Und Schiedsrichter. Die Schramberger Spieler wohl auch. Ebenfalls Autofreund Marcel Krause.
Nicht so begeistert war aber Trainer Matthias Schinle, er wollte es lieber mit etwas Nervenkitzel zum Rundenabschluss und passte seine Wurfquote dementsprechend nach unten an.
 
Natürlich hatten aber auch die körperlich robusten Gäste ihren Anteil am weiteren Verlauf. Denn mit ihrer stabilen 6:0 Abwehrformation machten sie es der SG schwer. Einige Schramberger zeigten sich aber auch äußerst ballverliebt und zogen ein Foulspiel dem Pass zum Nebenmann vor. „Pomadig“ könnte daher der treffende Begriff für den SG-Sturm sein. Bis zum heiß servierten Pausentee hatte dies noch keine Auswirkungen auf den Spielstand, auch wenn man den äußerst flinken Mittelmann der Rieder nicht wirklich in den Griff bekam. Zu schnell war er für den körperlich hünenhaften Innenblock Berg-Tal-Städter. Schlussendlich ging es mit 13:10 für die Blau-weißen Gastgeber in die Katakomben.
Erwähnenswert sicherlich auch der selbstlose Enrico Schrödter, der der US-amerikanischen Außenstelle der Schramberger einen Treffer im Gegenstoß schenkte. Alles andere wäre für den US-Boy wohl zu schwer gewesen.
 
Letztmalig servierte Handball-Opa Andreas Schleicher dabei seinen Spezialtee, der jedoch viel zu heiß war und der Mannschaft wohl etwas zu bitter schmeckte. Dementsprechend verhagelte die SG die Anfangsphase der zweiten 30 Minuten.
 
Nach 4 Minuten kollektivem Tiefschlaf schafften die in schwarz auftretende Gäste dann tatsächlich den ersten Ausgleich nach dem 0:0 zum ‪13:13. Pech im Abschluss bei mehreren Treffern des Gebälks und einige unnötige technische Fehler luden die Gäste aber auch dazu ein, das Spiel wieder offen zu gestalten. Zwar zog die SG im Anschluss die Zügel wieder an, die Gäste hatten sich aber wie eine Klette an die Fersen der Gastgeber geheftet und gaben nicht klein bei. Ein weiterhin lahmendes Angriffsspiel sowie zahlreiche Fehlwürfe verhinderten eine ruhige zweite Halbzeit. So pendelte der Vorsprung der Uhrenstädter zwischen 3 Toren, ehe man wenig später wieder den Ausgleich hinnehmen musste. Nach dem ‪20:20 in der 52. Minute schaffte man in Überzahl durch zwei Eickhoff-Treffer wieder in Front zu gehen. Zwar konterten die Gäste nochmal zum ‪22:21, doch in der letzten Minuten machten die Schramberger den Sack zu und gewannen in einem spannenden Spiel verdient mit ‪23:21.
 
Eine spannende und abwechslungsreiche Runde endete so, in der man nach schwachem Rundenbeginn eine Top-Rückrunde spielte und verdient auf dem 2. Platz hinter dem souveränen Meister aus Willstätt-Auenheim landete. Ein besonderer Dank gilt neben den treuen Fans dem Trainer-Team, allen voran Cheftrainer Matthias Schinle. Trotz der teilweise dünnen Spielerdecke schaffte man es fast immer eine schlagkräftige Truppe aus sehr jung und sehr sehr alt zusammenzustellen. Der Vize-Meistertitel ist sicher auch seiner nun wirklich sehr großen Erfahrung zu verdanken.
 
 
Es spielten: Tim Deuringer, Andreas Schleicher 3, Julian Roming 3, Markus Holzer Matthias Schinle 3, Marius Roming 1, Fabian Eickhoff 6/3, Enrico Schrödter 3/1, Marcel Krause, Manuel Fleig 2, Adrian Väth 2