Startseite > News > Meldungen_Startseite > Spielbericht: SG gegen TuS Oppenau 2

Verdienter Sieg für die 2. Mannschaft der SG 1858

 Die anstehende Bergbau- & Baumaschinenmesse der Superlative in München - die bauma - warf auch ihre Schatten auf die Vorbereitung der Schramberger Handballer auf die Zweitvertretung des TuS Oppenau um Mäzen Günther Bimmerle. Die Meißel-Brothers, bestehend aus Julio, dem malerisch wenig begabten Meißelfetischist und Pascal, dem bulligen Baggerfan, waren schon am Freitag ganz nervös und voller Vorfreude auf ihr Jahreshighlight. So war einen Tag vor dem Spiel nicht an einen geregelten Trainingsbetrieb zu denken. Der malerisch wenig begabte Meißelfetischist musste aufgrund seiner Nervosität gar das Training absagen und ließ sich von Mutter Birgit einen Kamillentee zubereiten. Diesen nahm er während eines Entspannungsbades ein - beides soll ja bekanntermaßen beruhigend wirken. Der bullige Baggerfan Pascal fand sich dagegen erfreulicherweise pünktlich zum Training in der Karl-Diehl-Halle ein. Der ansonsten durchaus begabte Autofahrer parkte seinen Wagen auf 2 (in Worten: zwei) extra breiten Mutter-Kind-Parkplätzen. Auch im Training konnte er die Nervosität nie komplett ablegen und Coach Schinle war mit der gezeigten Trainingsleistung nur bedingt zufrieden.
 
Ohne Ich-Spiele-Nur-Noch-Auswärts-Damian, 7-Bier-Sind-Auch-Ein-Schnitzel-Fritty, den kleinsten Mittelmann der Liga Eni, die schnellste Maus vom Schlangenbühl Jan sowie dem Dauerverletzten Hobby-Co-Tanztrainer Felix trafen sich 12 hochmotivierte Talstädter am späten Samstagnachmittag auf dem Sulgen. Mit von der Partie dagegen der extra für den Hallendienst angereiste Allgäu Ronaldo Manu Rapp sowie der Mann vom Bau, Fabi Eickhoff. Darüber hinaus war auch Abwehrrecke Philipp Fehrenbacher nach seinem Wellnessurlaub wieder mit an Bord. Seinem Naturell entsprechend natürlich direkt auf der Kommandobrücke, dem Mittelblock.
 
Die SG 1858 fand nur sehr schleppend ins Spiel. Der bullige Baggerfan Pascal, eigentlich für seine stürmischen Anfangsphasen bekannt, hielt sich zunächst vornehm zurück. Die Renchtäler konnten die Partie offen gestalten und gingen angetrieben von Jakob Kimmig zeitweise auch in Führung. Das Umschaltspiel der Uhrenstädter funktionierte leider nicht wie gewohnt und so rieb man sich immer wieder vor der geschlossenen Abwehr der Gäste auf. Beim Stand von 6:8 in der 21. Minute sah sich Coach Schinle gezwungen die Grüne Karte zu legen. Er nahm seine Truppe in der Ansprache in die Pflicht. Vorne zeigte man viel zu wenig Engagement und es mangelte an Laufbereitschaft. Zudem kam man in der Abwehr oftmals den berühmten Schritt zu spät und so konnte man die eigenen Torhüter nicht ausreichend unterstützen. Die in der Auszeit vorgenommenen Wechsel im Rückraum sollten fruchten. Der malerisch wenig begabten Meißelfetischst Julio und sein Counterpart auf der linken Seite, Allgäu Ronaldo Manu, brachten etwas mehr Bewegung sowie den dringend benötigten Zug zum Tor in das Schramberger Spiel. Beim Stande von 11:10 für die SG 1858 wurden die Seiten gewechselt. Ohne die durchaus ansprechende Leistung von Torwart und Autosammler Marcel Krause lag aber auch ein Rückstand für die Da-Bach-Na-Fahrer-Städter im Bereich des Möglichen.
 
Gestärkt vom Pausentee schalteten die Schramberg nach der Pause mindestens 3 Gänge höher. Insbesondere die Schinle-Brothers waren nun auch körperlich auf dem Feld anwesend. Es wirkte fast als habe Veggie-Wolle, seines Zeichens Vater der Schinle-Brothers, pro Tor einen Quinoa Bratling ausgelobt, denn Tobias und Matthias nutzten nun jede auch noch so kleine Lücke um ihren Drang nach der vegetarischen Spezialität ihres Vaters zu stillen. Gefühlt wurde der Ball zum ersten Mal in der 50. Spielminute auf der rechten Seite der Talstädter gesichtet. Nicht ganz unschuldig hierfür sicher auch der etwas lauffaule, malerisch wenig begabte Meißelfetischist Julio. Er ruhte sich gekonnt in der gegen ihn verordneten Manndeckung aus, ließ seine guten Aktionen der ersten Hälfte Revue passieren und zeigte zunächst wenig Esprit den Schinle-Brothers in ihrem Quinoawahn Einhalt zu gebieten. An dieser Stelle sei aber auch erwähnt, dass er gegen Ende des Spiels ein Zuspiel durch die Hosenträger des Gegners auf Handball Opa Andi Schleicher spielte, dass bei jedem Handballliebhaber das Herz höherschlagen ließ. Danke dafür, Monsieur Meißel! Leider verletzte sich in dieser Phase der Jens Jeremies der SG 1858 - Manuel „Hecki“ Fleig - bei einem unglücklichen Zweikampf erneut an seinen lädierten Bändern im Sprunggelenk. An dieser Stelle nur die besten Genesungswünsche an unseren Kämpfer!
 
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Schramberg sich ihr Pulver für die 2. Halbzeit aufgespart haben. Dort ging den Oppenauer auch merklich die Puste aus und die SG 1858 kam letztlich zu einem hochverdienten 32:20 Sieg. Zu erwähnen ist zudem, dass Handball Opa Andi Schleicher und der mittlerweile sehr sehr erfahrene Matthias Schinle für ihr Alter sehr ansprechende Leistungen zeigten. Der eine konnte sein Hebertrauma überwinden und der andere konnten sich nach verkorksten Spielen endlich mal wieder über 5 Tore freuen. Dennoch sollte er sich bei Jungfuchs Jan Bantle nochmal erkundigen, wie die erste Welle richtig funktioniert. Ohne Speedy Bantle konnten nur seine A-Jugend Kollegen Max Heß und Jens „Hecki“ Jeremies die eigentliche Stärke der SG 1858 punktuell aufblitzen lassen. Eine rundum gelungene Vorstellung in der zweiten Halbzeit wurde durch Torhüter Molzi gekrönt, welcher furchtlos und treu seinen Dunninger Holzäpfel für die SG 1858 hinhielt und die Schützen aus Oppenau zur Weißglut trieb.
 
Für die SG 1858 Schramberg spielten: Markus Holzer und Marcel Krause im Tor; Tobias Schinle (8/3), Andreas Schleicher (6), Matthias Schinle (5), Pascal Möller (4), Max Heß (4), Julian Roming (2), Lisa Rapp (1), Manuel Fleig (1), Fabian Eickhoff (1) und Philipp Fehrenbacher