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Ein Hoch auf den Handballsport

Was macht unsere wunderbare Sportart so einzigartig? Handball ist geprägt von einem unglaublichen Tempo, Leidenschaft und Teamgeist. Auf dem Feld zählt nur eines: Der Sieg. Dafür kämpft man gemeinsam mit seinen Mitspielern sowie gegen die gegnerische Mannschaft. Immer fair, aber auch immer an der Grenze des Erlaubten. Handball ist zudem ein verdammt ehrlicher Sport. Während des Spiels kommt es ab und an zu Trash-Talk und auch nicht selten zu kleinere Nicklichkeiten. Am Ende eines Spiels gehört das Abklatschen aber genauso dazu, wie das Erfrischungsgetränk, dass ab und an auch gemeinsam mit dem Gegner eingenommen wird. Schauspielerei gibt es quasi nicht und meckern gegen die Unparteiischen wird konsequent geahndet. Viele Menschen - auch wir Handballer - würden sich das im Fußball auch wünschen. Leider ein frommer Wunsch.

Letztlich ist auf dem Feld jeder Spieler zunächst einmal gleich wichtig. Ohne die Außen, die unermüdlich die Linie auf und ab flitzen und bei denen ein gutes Abräumen zumeist ihren Ursprung hat, läuft nichts. Die Torhüter, auch wenn sie eine Autosammlung haben oder im Elferrat sind, sind unfassbar wichtig - oftmals sogar spielentscheidend. Die Rückraumspieler sind meistens die besten Schützen in einem Team. Logischerweise geht also ohne sie auch nichts. Aber gerade sie sind auf die strategischen Fähigkeiten der Mittelmänner und auf die gekonnten Sperren ihrer Kreisläufer angewiesen, die einem Laien oftmals verborgen bleiben. Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle die Abwehrspezialisten, die oftmals durch ihre schlichte Präsenz dem Gegner Angst einflößen können und für die Handball auch etwas von UFC Fighting hat.
Und last but not least natürlich der Trainer. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Er trifft die taktischen Entscheidungen und ist dafür verantwortlich, dass das große Ganze funktioniert. Keine leichte Aufgabe, aber in einem funktionierenden Kollektiv wie der zweiten Mannschaft der SG Schramberg nahezu ein Traumjob! Selbst wenn man als Spieler mit dem Bankplatz vorliebnehmen muss, kann man für die Mannschaft äußerst wertvoll sein. Stichwort: Emotionen. Geht die ganze Bank mit, feiert sie jeden Block, feuert sie die Abwehr auf konzentriert zu bleiben und pushed sie den Torhüter zu weiteren Höchstleistungen, so überträgt sich diese Leidenschaft oftmals auch auf die Platte. Jeder ist also in jeder Sekunde unerlässlich für das Funktionieren des großen Ganzen. Das alles macht Handball zur - der Leser möge es mir nachsehen - geilsten Sportart der Welt!

Letztlich geht es aber um wesentlich mehr als nur um das Gewinnen. Es geht um Gemeinschaft und Zusammenhalt. Dinge, die in einer immer unsicherer erscheinenden Welt wichtiger denn je sind. Als Teil eines Vereins gilt es ehrenamtliche Jobs zu übernehmen, sei es im Verkauf, als Jugendtrainer, als Kassierer oder natürlich unerlässlich für unseren Sport als Schiedsrichter. So kann man zum einen Vorbild sein und zum anderen seine Erfahrungen an kommende Generationen weitergeben. Letztlich ist das Vereinsleben ein Geben und ein Nehmen. Allerdings sollte man das Geben nicht vergessen und sich egal wie, wo und warum bei seinem Verein engagieren und einbringen. Eine hohe Sozialkompetenz und ein ausgeprägter Teamgeist sind in jeder Lebenslage von Vorteil.

Nach dem Loblied auf den Handballsport aber noch kurz zur Partie vor der Fasnetpause. Zu Gast auf dem Sulgen war die Drittvertretung aus Hofweier. Gekonnt gecoached von den Aushilfstrainern Roming und Fehrenbacher zeigten die Schinle-Männer den Gästen deutlich ihre Grenzen auf. Erfreulich beim hochverdienten 32:14 Sieg war zudem, dass sich erneut alle Feldspieler der SG in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch die wirklich sehr erfahrene Ü30 Fraktion, in der Matthias Schinle Unterstützung von Felix Ehret bekam, zeigte sich für 4 Tore verantwortlich. Bemerkenswert ist auch, dass erst nach 15 gespielten Minuten ein Spieler der SG ein Tor erzielen konnte, welcher nicht noch für die A-Jugend spielberichtigt ist. Dies war dem kleinsten Mittelmann der Liga, Enrico Schrödter, vorbehalten. Von der reinen Körpergröße dürfte er zwar noch bei der A-Jugend mitwirken, allerdings würde er mit seiner aggressiven und sehr körperbetonten Spielweise in der Abwehr auffallen. Die A-Jugend Spieler konnten sich letztlich 13 Mal in die Torschützenliste eintragen.

Am kommenden Wochenende wird die glorreiche 14 aus der Fasnetshochburg Schramberg versuchen mit viel Leidenschaft, Teamgeist und unbändigem Kampfeswillen die Handballer aus Lauterbach in Schach zu halten. Auf Nachfrage gab Coach Schinle die klare Devise aus: "Wir wollen die 2 Punkte auf dem Sulgen behalten!" Anpfiff zum Derby ist um 18 Uhr in der Kreissporthalle auf dem Sulgen. Die zweite Mannschaft freut sich über jeden Zuschauer - es lohnt sich!
 
P.S.: Da der Autor dieses Berichts im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, konnte er es zeitlich leider erst jetzt einrichten den Bericht zu schreiben. Denn er hat er leider keine 35-Stunden Wochen wie seine 2 Schreiberlingskollegen (Grüße gehen raus an die Meißel-Brothers).