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SG Schramberg startet mit Sieg in die neue Runde

Zwar war noch viel Sand im Getriebe der SG Schramberg, dennoch schafften die Männer von Benjamin Fehrenbach einen knappen 21:20 Auftakterfolg beim SV Schutterzell.
Dabei mussten die Uhrenstädter bis zur letzten Sekunde zittern, ehe sie praktisch mit der Schlusssirene doch noch den umjubelten Siegtreffer erzielten.

Die SG startete gut in die Partie und konnte schnell mit einem Treffer des in der Anfangsphase starken Lennart Kuglers mit 1:0 in Führung gehen. Die Gastgeber konterten umgehend und übernahmen ihrerseits mit einem Dreierpack die Führung in der 5. Spielminute. Erneut tankte sich Lennart Kugler zwei mal durch und stellte wenig später den Ausgleich zum 3:3 her. Im Anschluss schienen beide Mannschaften jedoch ihr Pulver verschossen zu haben. Denn die Begegnung zeigte sich in den folgenden 6 Minuten mehr als zäh mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Erst ab Spielminute 12 fielen auf beiden Seiten weitere Tore, wobei sich die Schramberger mit einem Zwischensprint auf 7:4 Mitte der ersten Halbzeit absetzen konnten. Dies bewog die Trainer der Gastgeber dazu, die Mannschaft in einer Auszeit neu einzustellen. Die Maßnahme zeigte Wirkung, so dass der SVZ in der 19 Minute mit dem Treffer von Oliver Gieringer zum 7:6 wieder auf Tuchfühlung waren. Zwar schaffte es die SG sich nochmals auf 10:7 abzusetzen (25. Minute), danach schien die Luft aber draußen zu sein. Bis zur Pause brachte man keinen Treffer mehr im Gehäuse der Gastgeber unter, so dass es mit einer knappen Führung von 10:9 in die Pause ging.

In seiner Halbzeitansprache lobte SG-Trainer Beni Fehrenbach zwar seinen Abwehrverbund - und speziell den starken Torhüter Marlon Krissler - kritisierte aber auch explizit das statische und fehleranfällige Angriffsspiel. "Mehr Kooperationen im Zusammenspiel im Rückraum und zwischen Rückraum und Kreis" forderte er; zudem sprach er die hohe Fehleranzahl an, die es unbedingt zu minimieren galt.

Auch im Verlauf der zweiten Halbzeit war es vor allem Torhüter Marlon Krissler, der sich in den Mittelpunkt spielte. Zahlreiche Würfe konnte er parieren und war von Außen nahezu nicht zu überwinden. Damit zeigte man sich zumindest hinten weiterhin sattelfest, auch wenn man im 1:1 noch zu häufig "ausgewackelt" wurde. Im Angriff schaffte man es dagegen nicht, den Schalter umzulegen und den von Beni Fehrenbach geforderten Spielfluss herzustellen. Stattdessen verstrickte man sich zu häufig in Einzelaktionen, wodurch auch die Fehlerzahl auf einem hohen Niveau blieb. Dazu paarte sich viel Pech bei mehreren Aluminumtreffern mit Unvermögen im Abschluss bei zahlreichen Würfen, die man freistehend direkt dem gegnerischen Torhüter in die Arme warf. Dementsprechend torarm auf Schramberger Seite gestaltete sich Durchgang zwei. Da auch bei Schutterzell spielerisch nicht viel zusammenlief, konnten die Hausherren Mitte des zweiten Durchgangs zwar mit 13:14 in Führung gehen, mehr sollte ihnen aber auch nicht gelingen. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die in einer spannenden und dramatischen Schlussphase gipfeln sollte.

Denn nach dem der SVZ weiterhin vorlegen konnte, drehten Stefan Aßfalg und Philipp Weidenauer 10 Minuten vor dem Spielende die Begegnung wieder zugunsten der Uhrenstädter (17:16). Die Gastgeber wussten zunächst nachzuziehen, ehe Matthias Gebert in Minute 56 die erneute Führung für die Schramberger erzielte (20:19). Die eklatante Abschlussschwäche auf beiden Seiten zeigte sich speziell in der nervösen Schlussphase. Zunächst scheiterten die Hausherren per 7-Meter-Strafwurf an einem sehr starken Reflex von Marlon Krissler, ehe die Schramberger erneut beste Möglichkeiten ausließen, und dadurch 2 Minuten vor Schluss erneut den Ausgleich zum 20:20 hinnehmen mussten. 60 Sekunden vor Spielende hatte die SG dann die Möglichkeit per 7-Meter das Tor zum Sieg weit aufzustoßen, doch erneut scheiterte man am Pfosten. Damit hatten die Gastgeber in Unterzahl spielend den vermeintlich letzten Angriff der Partie. Doch 20 Sekunden vor Schluss verschenkten sie den Ball und die Fehrenbach-Sieben kam nochmal an den Ball. Sitzend passte Lennart Kugler zu Marvin Werner, der im Gegenstoß aber am Torhüter scheiterte. Glücklicherweise fiel der Ball dem mitgelaufenen Stefan Aßfalg direkt in die Hände, der mit der Schlusssirene zum 21:20 Endstand einnetzte.

Auch wenn ein Unentschieden sicher gerecht gewesen wäre, hatte die SG zum Schluss etwas mehr Glück und feiert einen wertvollen Auftakterfolg in die neue Spielrunde. Dennoch stehen in den kommenden Wochen beim Heimspiel gegen Nonnenweier und beim Auswärtsspiel in Zunsweier zwei sehr schwere Aufgaben bei Mitfavoriten um die Meisterschaft an. Mit einer ähnlich fahrigen Leistung wird man gegen diese beide Mannschaften nicht viel ernten können.


Für die SG spielten


Im Tor:

Marlon Krissler, Tobias Harter

Im Feld:

Jonas Meyer, Marco Meyer, Angelo Broghammer (1), Philipp Weidenauer (2), Tobias Fleig (1), Matthias Geber (1), Dominik Fix, Dominik Thörmer, Marvin Werner (4/1), Stefan Aßfalg (5), Marc Warwas, Lennart Kugler (7)