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SGS 2 im Titelkampf mittendrin statt nur dabei

Markus "Molzi" Holzer mit Weltklasse-Leistung – SG nervenschwach vom Strich
 
Einen hochverdienten Heimerfolg schafften die Reserve-Handballer der SG Schramberg gegen die Handballer vom Fußballverein aus Unterharmersbach. 25:21 lautet das Ergebnis nach 60 Minuten für die Uhrenstädter, die sich damit endgültig im Titelkampf zurückmelden. Mit einem (Minus-)Punkt Rückstand auf den Tabellenführer aus Willstätt rangieren die Schwarzwälder auf Position drei.
 
Die Schramberger konnten bei ihrem Sieg auf einen vollen Kader zurückgreifen: Philipp Fehrenbacher kehrte nach seiner disziplinarischen Verbannung auf die Tribüne in den Kader zurück und auch „Auswärts-gehe-ich-aus-Prinzip-nicht-mit“ Damian Roming fand erfreulicherweise den Weg in die Kreissporthalle Sulgen.
 
Das Topspiel des Spieltages vor nahezu ausverkaufter SG-Arena begann etwas zeitverzögert aufgrund der Pyrotechnik frenetischer Anhänger aus einem der Fanlager. Als die Nebelschwaben endlich von Dannen gezogen waren konnte Schiedsrichter Frank Waller um 18:02 Uhr den Ball freigeben. Auch wenn nun klare Sicht für Spieler und Fans herrschte, so hatten alle Akteure wohl etwas zu viel des giftigen Rauchs inhaliert. Anders lässt sich die äußerst zähe Anfangsphase nicht erklären. Technische Fehler, unsaubere Abspiele und Fehlwürfe dominierte die Anfangsphase der Schramberger Handballer. Vielleicht machte sich hier der Ausfall des wohl kleinsten Vize-Kapitäns der Welt, Enrico Schrödter, bemerkbar – denn der Rückraum um die Südbadenliga-erfahrenen Akteure Möller, Schinle und Roming lies eine gewissen Eingespieltheit vermissen.
Da der FVU in den ersten fünf Minuten jedoch überhaupt nicht stattfand, passierte rein gar nichts. Lediglich einen kläglich verworfenen 7-Meter auf Schramberger Seite hatten die Statistiker zu vermerken.
 
Nach exakt 4:48 Minuten erlöste dann El-Capitano höchstpersönlich, Tobias Schinle, seine Mannschaft und netzte nach einem turbomäßigen Schnellangriff freistehend ein. Im Anschluss sollte es erneut 4 Minuten dauern, bis der SG-Kaiser-Schinle zum 2:0 vollendete. Wie eine gute Achterbahn im Freizeitpark nahm die Begegnung nun Fahrt auf. Das gegenseitige Abtasten, das vor allem vom Kreisläufer der Gäste etwas zu wörtlich genommen wurde, wurde nun ad acta gelegt. Denn nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Abwehr-Recken Philipp Fehrenbacher musste sich die SG in der Defensive neu sortieren.
 
Dennoch musste die SG wenig später den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Aber auch davon liesen sich die blau-weißen nicht aus dem Konzept bringen. Denn weiterhin lagen die spielerischen Vorteile auf Seiten der SG – Routinier Tobias Schinle und Jungspund Max Hess zeigten sich stark in dieser Phase.
Der FV lies sich aber nicht wirklich abschütteln- nach dem zwischenzeitlichem 7:7 konnte die SG durch den mittlerweile wirklich sehr sehr erfahrenen Mattias Schinle wieder in Führung gehen. Die Schramberger nutzten die Gunst der Stunde und zogen wieder etwas davon.
Eine Unterzahl für den giftigen, wohl zweitkleinsten Mittelmann der Welt, spielte wiederum dem FV in die Karten. Bis zur Pause verkürzten die Gäste auf 11:9.
 
Zum Pausentee servierte „Chef de la Mission“ Andreas Schleicher der Mannschaft einen Mix aus wohltuender Kamille mit einem Schuss Honig - um die Mannschaft für die tolle Abwehrarbeit zu loben. Stimmt im nächsten Spiel auch die Angriffsleistung, werden wohl auch leckere Weihnachtsgebäcke zur Ansprache gereicht.
 
Dass Coach Schleicher die richtige Tee-Mischung vorbereitet hatte, zeigten die Bach-na-Fahrer-Städter eindrucksvoll. Auch im zweiten Abschnitt war Schramberg spielerisch klar besser. Vor allem Überzahlsituationen wurden clever und taktisch höchst anspruchsvoll ausgespielt. Die Abwehr rührte phasenweise echten Beton an und hatte mit Markus Holzer einen topfitten Torhüter, der die Gäste mit spektatkulären und nahezu akrobatischen Paraden zur Verzweiflung brachte.
 
Kurz vor Schluss schien die SG im Rahmen der neuen Casting-Show „ Schrambergs next Penalty-Shooter“ endlich einen treffsicheren 7-Meter-Schützen gefunden zu haben. Auch wenn seine Gegenstöße nicht gerade von Schnelligkeit geprägt sind, vom Strich netzte Auswärtsmuffel Damian Roming 2 mal eiskalt ein - und bewarb sich damit auch in Zukunft für höhere Aufgaben.
 
Letztlich stand nach 60 Minuten ein nie gefährdeter 25:21 Erfolg zu Buche. Bei einer besseren Wurfausbeute hätte der Sieg auch deulich höher ausfallen können.
 
Kommendes Wochenende, am 09.12.2018, gastiert die SG beim Tabellenschlusslicht aus Ottenheim. Hier sollen die nächsten zwei Punkte eingefahren werden.
 
 
1 Tim Deuringer
3 Jan Bantle 3
6 Julian Roming 1
12 Markus Holzer
13 Matthias Schinle 2
15 Theo Haas
17 Max Heß 4
18 Tobias Schinle 7
19 Manuel Fleig 1
20 Pascal-David Möller 4
23 Philipp Fehrenbacher
24 Yannic Köhler
29 Damian Roming 2
36 Tim Heß