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Zweite Mannschaft mit Kantersieg

Auch oh­ne „Jahr­hun­dert­tor“ oder gar „As­sist des Jahr­tau­sends“ durch ei­nen nicht na­ment­lich ge­nann­ten, re­la­tiv klein ge­wach­se­nen Schram­ber­ger Ak­teur aus der Tal­stadt
schafft die zwei­te Her­ren­mann­schaft der SG ei­nen deut­li­chen Kan­ter­sieg ge­gen die Lan­des­li­ga-Re­ser­ve aus Kehl. Durch den 35:21 Er­folg, der gleich­zei­tig den ers­ten dop­pel­ten Punkt­ge­winn in die­ser Sai­son be­deu­te­te, rü­cken die Uh­ren­städ­ter ins brei­te Mit­tel­feld der Ta­bel­le der Kreis­klas­se vor.

Sprich­wört­lich „aus den Vol­len“ schöp­fen konn­te Trai­ner An­dre­as Schlei­cher – denn 14 bis in die Haar­spit­zen mo­ti­vier­te, dy­na­mi­sche Mo­dell­ath­le­ten der SG Schram­berg hat­ten sich be­reit er­klärt, die Grenz­städ­ter aus Kehl in der Kreis­sport­hal­le Sul­gen zu emp­fan­gen, um 60 Mi­nu­ten lang ei­ner dre­cki­gen, ver­harz­ten Ku­gel hin­ter­her­zu­lau­fen.
An­ge­führt vom wohl kleins­ten Ka­pi­tän der Welt, wa­ren es die Schwarz­wäl­der, die mit Spiel­be­ginn al­le Koh­len ins Feu­er schmis­sen und die SG-Lock so­mit mäch­tig ins Rol­len brach­ten. Ein ein­fa­ches „Tut, tut“ nach An­pfiff, und die wil­de Fahrt auf der schwä­bi­schen Dampf­lock ging für die Keh­ler schon in den ers­ten Se­kun­den der Par­tie los. Mit sei­ner un­bän­di­gen Ur­ge­walt feu­er­te Marc War­was meh­re­re Ge­schos­se aufs Keh­ler Tor ab, bei de­nen bei­na­he die Schall­mau­er durch­bro­chen wur­den. Zu­schau­er be­rich­ten gar von ei­nem Feu­er­schweif, der die Bahn des Bal­les in die Ma­schen des Gäs­te­tor­hü­ter nach­zeich­ne­te. Der pfeil­schnel­le Jung­fuchs Jan Bant­le steu­er­te eben­falls zwei Tref­fer bei, so dass die An­fangs­pha­se mit 5:1 an die Da-Bach-na-Fah­rer-Städ­ter ging. Er­neut Marc War­was, so­wie die star­ken Au­ßen Kay Hol­zer und Jan Bant­le mar­kier­ten die wei­te­ren Tref­fer für Schram­berg, die aber in der De­fen­si­ve in der Fol­ge et­was nach­lie­ßen. So hieß es nach 15 Mi­nu­ten 10:6 für die Ein­hei­mi­sche.
Nun ro­chier­te Zug­füh­rer An­dre­as Schlei­cher sein Per­so­nal auf der Plat­te mun­ter durch, was den SG-Zug aber kei­nes­falls zum Stop­pen brach­te. Der zwei­te Jung­fuchs im Team, Max Hess, und der bald wirk­lich sehr er­fah­re­ne Links­au­ßen Mat­thi­as Schin­le wur­den von den Mit­spie­lern toll in Sze­ne ge­setzt, so dass sie ih­rer­seits ih­re ers­ten Tref­fer er­zie­len konn­te. Ge­ne­rell lief der Ball wie am Schnür­chen ge­zo­gen durch die Schram­ber­ger An­griffs­rei­he und selbst­los wur­de stets der freie Mann ge­fun­den. Star­ke 21 Tref­fer sind Be­leg für ei­ne be­ein­dru­cken­de An­griffs­leis­tung im ers­ten Durch­gang – da­von wur­de über die Hälf­te der To­re über die Au­ßen oder den Kreis Tim Hess er­zielt. Ei­ne star­ke Mann­schafts­leis­tung!

Zu Be­ginn des zwei­ten Durch­gangs hat­ten die SG-Ak­teu­re dann ein Gruß aus der Bord­kü­che als ab­so­lu­tes spie­le­ri­sches Schman­kerl pa­rat. In Über­zahl schaff­ten sie es, die kom­plet­te Keh­ler Ab­wehr auf die rech­te An­griffs­hälf­te der SG zu zie­hen, wo­durch die Ge­brü­der Schin­le auf der lin­ken Sei­te kei­ne Pro­ble­me hat­ten, über den aus­ge­leg­ten ro­ten Tep­pich den Ball ins Ge­häu­se zu trans­por­tie­ren. Stan­ding Ova­ti­on in­klu­si­ve für die­ses „Mann­schafts­tor“, bei dem je­dem Feld­spie­ler im Team ei­nen Sco­rer­punkt für den Tref­fer zu­steht. Auch da­nach hat­ten die Uh­ren­städ­ter im­mer ein Mit­tel pa­rat, ei­ne Über­zahl­si­tua­ti­on zu schaf­fen und die KT-Ab­wehr aus­zu­he­beln, mal über Über­gän­ge, mal über Kreu­zun­gen und mal über ein ein­fa­ches aber druck­vol­les Sto­ßen.
Pha­sen­wei­se ta­ten sich so vie­le Spiel­op­tio­nen auf, dass manch Links­hän­der auf der Plat­te, to­tal über­for­dert war und den Ball in die 10. Eta­ge häm­mer­te, an­statt ei­nen der blank ste­hen­den Mit­spie­ler ein­zu­set­zen. Die fäl­li­ge Aus­wechs­lung folg­te aber erst, nach­dem sel­bi­ger im Ge­gen­stoß von den bei­den Un­par­tei­ischen und ei­ner mit­flie­gen­den Flie­ge über­holt wur­de und so den lang­sams­ten Ge­gen­stoß des Jah­res lief -da­bei aber den­noch zum Tor­er­folg kam.

In der Schluss­vier­tel­stun­de über­nah­men dann der kleins­te Ka­pi­tän der Welt zu­sam­men mit Marc War­was und To­bi­as Schin­le wie­der das Heft in die Hand und führ­ten die Schram­ber­ger zu ei­nem nie ge­fähr­de­ten Sieg über die Keh­ler Re­ser­ve. Marc War­was glänz­te da­bei mit ei­nem tol­len „No-look“-An­spiel auf Tim Hess, der ziel­si­cher ver­wer­te­te. Auch Pas­cal-Da­vid Möl­ler durf­te sich kurz vor Schluss noch in die Tor­jä­ger­lis­te ein­tra­gen, ent­täu­schen­der­wei­se war das Tor aber äu­ßerst un­spek­ta­ku­lär – ja, fast schon lang­wei­lig. Es wird an die­ser Stel­le le­dig­lich er­wähnt, da mit die­sem Tref­fer sich al­le Feld­spie­ler in die Tor­jä­ger­lis­te ein­ge­tra­gen hat­ten. Nur Ab­wehr­re­cke Phi­lipp Feh­ren­ba­cher er­ziel­te wohl­ge­merkt kei­nen ei­ge­nen Tref­fer, über­quer­te er im gan­zen Spiel­ver­lauf auch le­dig­lich 2 mal die Mit­tel­li­nie. Ein­mal da­von nach Spiel­schluss um den Un­par­tei­ischen für ih­re gu­te Leis­tung zu dan­ken. Feh­ren­ba­chers Prä­senz in der De­fen­si­ve ge­paart mit sei­nem Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent der De­ckung wa­ren aber an die­sem Abend Gold wert für die zwei­te Mann­schaft, die ei­ne blitz­saube­re Ab­wehr­leis­tung an den Tag leg­te und nur 21 Gäs­te­tref­fer zu­ließ.
Da­zu ei­ne Top-Tor­hü­ter­leis­tung durch Mar­cel Krau­se und Mar­kus Hol­zer. Ers­ter pa­rier­te in den letz­ten 15 Mi­nu­ten gan­ze 4 Sie­ben­me­ter! Cha­peau.
Vor lau­ter Hul­di­gung nun noch das End­ergeb­nis: 35:21 für die SG be­deu­ten den ers­ten Sai­son­sieg. Strah­len­de Trai­ner schwärm­ten noch am nächs­ten Tag von der Leis­tung der Zwei­ten und at­tes­tier­ten der Mann­schaft „ei­ne wahn­sin­nig tol­le Leis­tung“.

Für die SG spiel­ten:

Im Tor: Mar­cel Krau­se, Mar­kus Hol­zer
Im Feld: Max Heß (2), Ju­li­an Ro­ming (3), Mat­thi­as Schin­le (5 1/0), Kay Hol­zer (5); Fa­bi­an Eick­hoff (1 1/0), En­ri­co Schröd­ter (3/2/2), To­bi­as Schin­le (3); Pas­cal-Da­vid Möl­ler (1), Jan Bant­le (3 1/0) Marc War­was (7), Tim Heß (2) Phil­ipp Feh­ren­ba­cher